Oratorium nach Worten des Alten Testamentes für Soli, Chor und Orchester opus 70 Felix Mendelssohn Bartholdy



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Datum17.08.2016
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Elias: Oratorium nach Worten des Alten Testamentes für Soli, Chor und Orchester - opus 70 - Felix Mendelssohn Bartholdy
Vertaling


Erster Teil

Einleitung


Elias: So wahr der Herr, der Gott Israels lebet, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
Ouvertüre
1 Chor

Das Volk: Hilf, Herr! Willst du uns denn gar vertilgen? Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe gekommen! Will denn der Herr nicht mehr Gott sein in Zion?

Die Tiefe ist versieget! Und die Ströme sind vertrocknet! Dem Säugling klebt die Zunge am Gaumen vor Durst! Die jungen Kinder heischen Brot! Und da ist niemand, der es ihnen breche!


2 Duett mit Chor:

Das Volk: Herr, höre unser Gebet.

Twee sopranen: Zion streckt ihre Hände aus, und da ist niemand, der sie tröste.
3 Rezitativ

Obadjah: Zerreißet eure Herzen und nicht eure Kleider! Um unsrer Sünden willen hat Elias den Himmel verschlossen durch das Wort des Herrn. So bekehret euch zu dem Herrn eurem Gott, denn er ist gnädig, barmherzig und von großer Güte und reut ihn bald der Strafe.
4 Arie

Obadjah: „So ihr mich von ganzem Herzen suchet, so will ich mich finden lassen“, spricht unser Gott. Ach, daß ich wußte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen möchte!
5 Chor

Das Volk: Aber der Herr sieht es nicht. Er spottet unser! Der Fluch ist über uns gekommen. Er wird uns verfolgen, bis er uns tötet!

„Denn ich der Herr, dein Gott, ich bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied derer, die mich hassen. Und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.“


6 Rezitativ

Ein Engel: Elias, gehe weg von hinnen und wende dich gen Morgen und verbirg dich am Bache Crith! Du sollst vom Bache trinken, und die Raben werden dir Brot bringen des Morgens und des Abends, nach dem Wort deines Gottes.
7 Doppelkwartet und Rezitativ

Die Engel: Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Ein Engel: Nun auch der Bach vertrocknet ist, Elias, mache dich auf, gehe gen Zarpath und bleibe daselbst! Denn der Herr hat da-selbst einer Witwe geboten, daß sie dich versorge. Das Mehl im Cad soll nicht verzehret werden, und dem Ölkruge soll nichts mangeln, bis auf den Tag, da der Herr regnen lassen wird auf Erden.
8 Rezitativ, Arie und Duett

Die Witwe: Was hast du an mir getan, du Mann Gottes! Du bist zu mir hereingekommen, daß meiner Missetat gedacht und mein Sohn getötet werde! Hilf mir, du Mann Gottes! Mein Sohn ist krank, und seine Krankheit ist so hart, daß kein Odem mehr in ihm blieb. Ich netze mit meinen Tränen mein Lager die ganze Nacht, Du schaust das Elend, sei du der Armen Helfer! Hilf meinem Sohn! Es ist kein Odem mehr in ihm!

Elias: Gib mir her deinen Sohn! Herr, mein Gott, vernimm mein Fleh’n! Wende dich, Herr, und sei ihr gnädig, und hilf dem Sohne deiner Magd! Denn du bist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue! Herr, mein Gott, lasse die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

Die Witwe: Wirst du denn unter den Toten Wunder tun? Es ist kein Odem mehr in ihm!

Elias: Herr, mein Gott, lasse sie Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

Die Witwe: Werden die Gestorb’nen aufersteh’n und dir danken?

Elias: Herr, mein Gott, lasse sie Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

Die Witwe: Der Herr erhört deine Stimme, die Seele des Kindes kommt wieder! Es wird lebendig!

Elias: Siehe da, dein Sohn lebet!

Die Witwe: Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist, und des Herrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit! Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?

Elias: Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen

Elias und die Witwe: Von ganzer Seele, von allem Vermögen. Wohl dem, der den Herrn fürchtet.
9 Chor

Wohl dem, der den Herrn fürchtet und auf seinen Wegen geht! Wohl dem, der auf Gottes Wegen geht! Denn Frommen geht das Licht auf in der Finsternis. Den Frommen geht das Licht auf von dem Gnädigen, Barmherzigen und Gerechten.


10 Rezitativ mit Chor

Elias: So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe: Heute, im dritten Jahr, will ich mich dem Könige zeigen, und der Herr wird wieder regnen lassen auf Erden

König Ahab: Bist du’s, Elias, bist du’s, der Israel verwirrt?

Das Volk: Du bist’s, Elias, du bist’s, der Israel verwirrt!

Elias: Ich verwirrte Israel nicht, sondern du, König, und deines Vaters Haus, damit, daß ihr des Herrn Gebot verlaßt und wandelt Baalim nach. Wohlan! So sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg Carmel, und alle Propheten Baals, und alle Propheten des Hains, die vom Tische der Königin essen: Da wollen wir sehn, ob Gott der Herr ist.

Das Volk: Da wollen wir sehn, ob Gott der Herr ist.

Elias: Auf denn, ihr Propheten Baals, erwählet einen Farren, und legt kein Feuer daran, und rufet ihr an den Namen eures Got-tes, und ich will den Namen des Herrn anrufen; welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott.

Das Volk: Ja, welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott.

Elias: Rufet euren Gott zuerst, denn eurer sind viele! Ich aber bin allein übrig geblieben, ein Prophet des Herrn. Ruft eure Feldgötter und eure Berggötter!
11 Chor

Propheten Baals: Baal, erhöre uns! Wende dich zu unserm Opfer, Ball, erhöre uns! Höre uns, mächtiger Gott! Send’ uns dein Feuer und vertilge den Feind!
12 Rezitativ und Chor

Elias: Rufet lauter! Denn er ist ja Gott: Er dichtet, oder er hat zu schaffen, oder er ist über Feld, oder schläft er vielleicht, daß er aufwache! Rufet lauter, rufet lauter!

Propheten Baals: Baal, erhöre uns, wache auf! Warum schläfst du?
13 Rezitativ und Chor

Elias: Rufet lauter! Er hört euch nicht! Ritzt euch mit Messern und mit Pfriemen nach eurer Weise. Hinkt um den Altar, den ihr gemacht, rufet und weissagt! Da wird keine Stimme sein, keine Antwort, kein Aufmerken.

Propheten Baals: Baal! Gib Antwort, Baal! Siehe, die Feinde verspotten uns!

Elias: Kommt her, alles Volk, kommt her zu mir.
14 Arie

Elias: Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laßt heut kund werden, daß du Gott bist und ich dein Knecht. Und daß ich solches alles nach deinem Worte getan! Erhöre mich, Herr, daß dies Volk wisse, daß du der Herr Gott bist, daß du ihr Herz danach bekehrest!
15 Quartett

Wirf dein Anliegen auf den Herr, der wird dich versorgen, und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen. Denn seine Gnade reicht so weit der Himmel ist, und keiner wird zuschanden, der seiner harret.


16 Rezitativ mit Chor

Elias: Der du dein Diener machst zu Geistern, und dein Engel zu Feuerflammen, sende sie herab!

Das Volk: Das Feuer fiel herab! Feuer! Die Flamme fraß das Brandopfer! Fallt nieder auf euer Angesicht! Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr, und des sind keine anderen Götter neben ihm.

Elias: Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne, führt sie hinab an den Bach und schlachtet sie daselbst!

Das Volk: Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne!
17 Arie

Elias: Ist nicht des Herrn Wort wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt? Sein Wort ist wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt. Gott ist ein rechter Richter, und ein Gott, der täglich droht, will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt, und seinen Bogen gespannt und zielet!
18 Arioso

Alt: Weh ihnen, daß sie von mir weichen! Sie müssen verstöret werden, denn sie sind abtrünnig von mir geworden. Ich wollte sie wohl erlösen, wenn sie nicht Lügen wider mich lehrten. Ich wollte sie wohl erlösen, aber sie hören es nicht. Weh ihnen! Weh ihnen!
19 Rezitativ mit Chor

Obadjah: Hilf deinem Volk, du Mann Gottes! Wes ist doch ja unter der Heiden Götter keiner, der Regen könnte geben: So kann der Himmel auch nicht regnen; denn Gott allein kann solches alles tun.

Elias: O Herr! Du hast nun deine Feinde verworfen und zerschlagen! So schaue nun vom Himmel herab und wende die Not deines Volkes. Öffne den Himmel und fahre herab. Hilf deinem Knecht, o du mein Gott.

Das Volk: Öffne den Himmel und fahre herab. Hilf deinem Knecht, o du mein Gott!

Elias: Gehe hinauf, Knabe, und schaue zum Meere zu, ob der Herr mein Gebet erhört.

Der Knabe: Ich sehe nichts; der Himmel ist ehern über meinem Haupte.

Elias: Wenn der Himmel verschlossen ist, weil sie an dir gesündigt haben, und sie werden beten und deinen Namen bekennen und sich von ihren Sünden bekehren, so wollest du ihnen gnädig sein. Hilf deinem Knecht, o du, mein Gott!

Das Volk: So wollest du uns gnädig sein, hilf deinem Knecht, o du, mein Gott

Elias: Gehe wieder hin und schaue dem Meere zu.

Der Knabe: Ich sehe nichts; die Erde ist eisern unter mir!

Elias: Rauscht es nicht, als wollte es regnen? Siehest du noch nichts vom Meer her?

Der Knabe: Ich sehe nichts!

Elias: Wende dich zum Gebet deines Knechts, zu seinem Fleh’n, Herr! Herr, du mein Gott! Wenn ich rufe zu dir, Herr, mein Gott, so schweige mir nicht! Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit.

Der Knabe: Es gehet eine kleine Wolke auf aus dem Meere, wie eines Mannes Hand; der Himmel wird schwarz von Wolken und Wind; es rauscht stärker und stärker!

Das Volk: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich.

Elias: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich!.
20 Chor

Das Volk: Dank sei dir Gott, du tränkest das durst’ge Land! Die Wasserströme erheben sich, sie erheben ihr Brausen. Die Wasserwogen sind groß und brausen gewaltig. Doch der Herr ist noch größer in der Höhe.

Zweiter Teil


21 Arie

Sopran: Höre, Israel, höre des Herren Stimme! Ach, daß du merkest auf sein Gebot! Aber wer glaubt unserer Predigt, und wem wird der Arm des Herr geoffenbart? So spricht der Herr, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zum Knecht, der unter den Tyrannen ist, so spricht der Herr: Ich bin euer Tröster. Weiche nicht, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich! Wer bist du denn, daß du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben? Und vergissest des Herrn, der dich gemacht hat, der den Himmel ausbreitet und die Erde gegründet. Wer bist du denn?
22 Chor

Fürchte dich nicht, spricht unser Gott, fürchte dich nicht, ich bin mit dir, ich helfe dir! Denn ich bin der Herr dein Gott, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht! Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehentausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.


23 Rezitativ mit Chor

Elias: Der Herr hat dich erhoben aus dem Volk und dich zum König über Israel gesetzt. Aber du, Ahab, hast übel getan über alle, die vor dir gewesen sind. Es war dir ein Geringes, daß du wandeltest in der Sünde Jerobeams, und machtest dem Baal einen Hain, den Herrn, den Gott Israels zu erzürnen; du hast totgeschlagen und fremdes Gut genommen! Und der Herr wird Israel schlagen, wie ein Rohr im Wasser bewegt wird, und wird Israel übergeben um eurer Sünde willen.

Die Königin: Habt ihr’s gehört, wie er geweissagt hat wider dieses Volk?

Das Volk: Wir haben es gehört!

Die Königin: Wie er geweissagt hat wider den König in Israel?

Das Volk: Wir haben es gehört!

Die Königin: Warum darf er weissagen im Namen des Herrn? Was wäre für ein Königreich in Israel, wen Elias Macht hätte über des Königs Macht? Die Götter tun mir dies und das, wenn ich nicht morgen um diese Zeit seiner Seel tue, wie dieser Seelen einer, die er geop-fert hat am Bache Kison. Er hat die Propheten Baals getötet. Er hat sie mit dem Schwert erwürgt. Er hat den Himmel verschlossen. Er hat die teure Zeit über uns gebracht. So ziehet hin und greift Elias, er ist des Todes schuldig. Tötet ihn, laßt uns ihm tun, wie er getan hat.
Das Volk: Er muß sterben! Er hat sie erwürgt.Er hat den Himmel verschlossen. Er hat die teure Zeit über uns gebracht.
24 Chor

Das Volk: Wehe ihm, er muß sterben! Warum darf er den Himmel verschließen? Warum darf er weissagen im Namen des Herren? Dieser ist des Todes schuldig! Wehe ihm., er muß sterben, denn er hat geweissagt wider diese Stadt, wie wir mit unsern Ohren gehört. So ziehet hin, greifet ihn, tötet ihn!
25 Rezitativ

Obadjah: Du Mann Gottes, laß meine Rede etwas vor dir gelten So spricht die Königin: Elias ist des Todes schuldig; und sie sammeln sich wider dich, sie stellen deinem Gange Netze, und ziehen aus, daß sie dich greifen, daß sie dich töten! So mache dich auf und wende dich von Ihnen, gehe hin in die Wüste. Der Herr, dein Gott wird selber mit dir wandeln, er wird die Hand nicht abtun, noch dich verlassen. Ziehe hin und segne uns auch!

Elias: Sie wollen sich nicht bekehren! Bleibe hier, du Knabe; der Herr sei mit euch. Ich gehe hin in die Wüste!
26 Arie

Elias: Es ist genug! So nimm nun, Herr,meine Seele! Ich bin nicht besser denn meine Väter. Ich begehre nicht mehr zu leben, denn meine Tage sind vergeblich gewesen. Ich habe geeifert um den Herrn, um den Gott Zebaoth, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen, und dein Altäre haben sie zerbrochen, und dein Propheten mit dem Schwert erwürgt. Und ich bin allein übriggeblieben; und sie stehen danach, daß sie mir mein Leben nehmen! Es ist genug! So nimm nun, Herr, meine Seele! Ich bin nicht besser denn meine Väter. Nimm nun, o Herr, meine Seele!
27 Rezitativ

Tenor: Sieh, er schläft unter dem Wacholder in der Wüste, aber die Engel des Herrn lagern sich um die her, so ihn fürchten.
28 Terzett

Drei Engel: Hebe deine Augen auf zu den Bergen, von welchen dir Hilfe kommt. Deine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht
29 Chor

Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Wenn du mitten in Angst wandelst, so erquickt er dich.


30 Rezitativ

Ein Engel: Stehe auf, Elias, denn du hast einen großen Weg vor dir! Vierzig Tage und vierzig Nächte sollst du geh’n bis an den Berg Gottes Horeb.

Elias: O Herr, ich arbeite vergeblich und bringe meine Kraft umsonst und unnütz zu. Ach, daß du den Himmel zerrissest und führest herab! Daß die Berge vor dir zerflössen! Daß deine Feinde vor dir zittern müßten durch die Wunder, die du tust! Warum lässest du sie irren von deinen Wegen und ihr Herz verstocken, daß sie dich nicht fürchten? O daß meine Seele stürbe!
31 Arie

Ein Engel: Sei stille dem Herrn und warte auf ihn; der wird dir geben, was dein herz wünscht. Befiehl ihm deine Wege und hoffe auf ihn. Steh ab vom Zorn und laß den Grimm.
32 Chor

Wer bis an das Ende beharrt, der wird selig.


33 Rezitativ

Elias: Herr, es wird Nacht um mich, sei du nicht ferne! Verbirg dein Antlitz nicht vor mir! Meine Seele dürstet nach dir, wie ein dürres Land.

Der Engel: Wohlan den, gehe hinaus, und tritt auf den Berg vor den Herrn, denn seine Herrlichkeit erscheint über dir! Verhülle dein Antlitz, denn es naht der Herr.
34 Chor

Der Herr ging vorüber, und ein starker Wind, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach, ging vor dem Herrn her, aber der Herr war nicht im Sturmwind. Der Herr ging vorüber, und die Erde erbebte, und das Meer erbrauste, aber der Herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Und in dem Säuseln nahte sich der Herr.

35 Rezitativ und Chor

Alt: Seraphim standen über ihm, und einer rief zum andern:

Quartett mit Chor: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth. Alle Lande sind seiner Ehre voll.
36 Chor und Rezitativ

Geh wiederum hinab! Noch sind übriggeblieben siebentausend in Israel, die sich nicht gebeugt vor Baal. Gehe wiederum hinab! Tue nach des Herrn Wort!



Elias: Ich gehe hinab in der Kraft des Herrn! Du bist ja der Herr! Ich muß um deinetwillen leiden; darum freut sich mein Herz, und ich bin fröhlich: Auch mein Fleisch wird sicher liegen.
37 Arioso

Elias: Ja, es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber dein Gnade wird nicht von mir weichen, und der Bund deines Friedens soll nicht fallen.
38 Chor

Und der Prophet Elias brach hervor wie ein Feuer, und sein Wort brannte wie eine Fackel. Er hat stolze Könige gestürzt. Er hat auf dem Berge Sinai gehört die zukünftige Strafe, und in Horeb die Rache. Und da der Herr ihn wollte gen Himmel holen, siehe, da kam ein feuriger Wagen, mit feurige Rossen, und er fuhr im Wetter gen Himmel.


39 Arie

Tenor: Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. (Mt. 13, 43) Wonne und Freude werden sie ergreifen. Aber Trauern und Seufzen wird vor ihnen fliehen.
40 Rezitativ

Sopran: Darum ward gesendet der Prophet Elias, eh’ denn da komme der große und schreckliche Tag des Herrn: Er soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern, und das Herz der Kinder zu ihren Vätern; daß der Herr nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.
41 Chor

Aber einer erwacht von Mitternacht, und er kommt vom Aufgang der Sonne. Der wird des Herren Namen predigen und wird über die Gewaltigen gehen; das ist sein Knecht, sein Auserwählter, an welchem seine Seele Wohlgefallen hat. Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn: Der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn Aber einer erwacht von Mitternacht, und er kommt vom Aufgang der Sonne.



Quartett: Wohlan alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser, kommt her zu ihm! Wohlan alle, die ihr durstig seid, kommt her zu ihm und neigt euer Ohr, und kommt zu ihm, so wird eure Seele leben.
42 Schlußchor

Alsdann wird euer Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und eure Besserung wird schnell wachsen; und die Herrlichkeit des Herrn wird euch zu sich nehmen.

Herr, unser Herrscher! Wie herrlich ist dein Name in allen Landen, da man dir danket im Himmel. Amen.


Eerste deel

Inleiding


Elia: Zowaar als de Heer, de God van Israël, voor Wie ik sta, leeft: Er zal deze jaren regen noch dauw komen, tenzij ik het zeg!
Ouverture
1 Koor

Het volk: Help, Heer! Zult gij ons dan totaal verdelgen? De oogsttijd is verstreken, de zomer is voorbij en er is voor ons geen hulp gekomen! Wil de Heer dan geen God meer zijn in Zion?


De dalen werden droog en de stromen hielden op te vloeien. De tong kleeft de zuigeling aan het gehemelte van dorst. De kinderen roepen om brood en niemand die het hun geeft!
2 Duet met koor

Het volk: Heer, verhoor ons gebed!

Twee sopranen: Zion strekt haar handen uit en er is niemand die haar troost.
3 Recitatief

Obadja: Verscheur uw harten en niet uw klederen! Om onze zonden heeft Elia de hemel gesloten door het Woord van de Heer.

Bekeert u daarom tot de Heer uw God, want hij is genadig, barmhartig, lankmoedig en goedertieren; en spoedig beteurt hij de straf.


4 Aria

Obadja: ‘Indien u Mij van ganser harte zoekt, dan zal Ik Mij laten vinden,’ zo spreekt onze God. Ach wist ik maar, hoe ik Hem vinden en tot Zijn troon naderen mocht!
5 Koor

Het volk: Maar de Heer ziet het niet. Hij spot met ons. De vloek is over ons gekomen. Hij zal ons vervolgen, tot Hij ons doodt.

‘Want Ik, de Heer uw God, ben een jaloerse God, die de misdaden der vaderen vergeldt aan de kinderen tot in het derde en vierde geslacht van hen, die Mij haten. En ik bewijs barmhartigheid aan vele duizenden, die mij liefhebben en Mijn geboden onderhouden.’


6 Recitatief

Een engel: Elia, ga weg van hier, begeef u naar het Oosten en verberg u bij de beek Krith. Ge zult uit de beek drinken en de raven zullen u ‘s morgens en ‘s avonds brood brengen, op bevel van uw God.
7 Dubbelkwartet en recitatief

De engelen: Want hij heeft zijn engelen bevolen, dat zij u beschermen op al uw wegen; dat zij u op handen dragen en gij uw voet niet zult stoten aan een steen.

Een engel: Omdat de beek nu ook is uitgedroogd, Elia, maak u gereed, ga naar Zarfath en blijf daar. Want de Heer heeft een weduwe daar bevolen u te verzorgen. Het meel in de kruik zal niet bederven en de olie zal in de fles niet ontbreken tot op de dag dat, dat de Heer het zal laten regenen op aarde.
8 Recitatief, aria en duet.

De weduwe: Wat hebt u aan mij gedaan, man Gods? U bent naar mij gekomen, opdat mijn schuld in gedachtenis gebracht en mijn zoon gedood zou worden! Help mij, Man Gods! Mijn zoon is ziek en zijn ziekte is zo hevig, dat geen adem meer in hem over bleef. Mijn bed is nat van tranen, die ik schrei des nachts. U ziet mijn ellende: wees de helper van de armen! Help mijn zoon. Er is geen adem meer in hem!

Elia: Geef mij uw zoon! Heer, mijn God, luister naar mijn gebed. Keer u om, Heer, wees haar genadig en help de zoon van uw dienstmaagd. Want Gij zijt genadig, barmhartig, lankmoedig, goedertieren en getrouw. Heer, mijn God, laat toch de ziel van dit kind weer in hem komen!
De weduwe: Zult u dan wonderen doen met de doen? Er is geen adem meer in hem!

Elia: Heer, mijn God, laat toch de ziel van dit kind weer in hem komen!

De weduwe: Zullen de gestorvenen opstaan en u danken?

Elia: Heer, mijn God, laat toch de ziel van dit kind weer in hem komen!

De weduwe: de Heer verhoort uw gebed: de ziel van het kind komt terug. Het leeft!
Elia: Zie, uw zoon leeft!

De weduwe: Nu erken ik dat u een Man Gods zijt; het woord van de Heer in uw mond is waarheid. Hoe kan ik de Heer al Zijn weldaden die Hij mij schenkt vergelden?

Elia: U zult de Heer uw God liefhebben met heel uw hart.

Elia en de weduwe: Met heel uw ziel en met al uw krachten. Zalig hij, die God vreest!
9 Koor

Zalig hij die de Heer vreest en op Zijn wegen wandelt. Voor de vromen gaat het licht op in de duisternis. Voor de vromen gaat het licht op van Hem die genadig, barmhartig en rechtvaardig is.

10 Recitatief met koor

Elia: Zowaar als de Heer der heerscharen leeft, voor Wie ik sta: na drie jaar vanaf nu zal ik voor de koning verschijnen en de Heer zal het weer laten regenen op aarde.

Koning Achab: Bent u het, Elia, die Israël in verwarring brengt?

Het volk: U bent het, Elia, die Israel in verwarring brengt!

Elia: Niet ik breng Israel in verwarring, maar u, koning, en uw huis, omdat u allen de geboden van de Heer niet gehoorzaamt en Baäl navolgt! Nu dan, zendt boden uit en verzamelt heel Israël op de berg Karmel, alle profeten van Baäl en alle profeten van het bos, die van de tafel van de koningin eten: dan zullen we zien of God de Heer is!

Het volk: Dan zullen we zien of God de Heer is.
Elia: Kom op dan, profeten van Baäl, kiest een var uit, legt er geen vuur op aan, maar roep de naam van uw god aan; en ik zal de naam des Heren aanroepen. De God doe door vuur antwoorden zal, die zal God zijn.

Het volk: Ja, de God die door vuur antwoorden zal, die zal God zijn.

Elia: Roep uw god eerst aan, want gij zijt met velen. Ik ben alleen overgebrelven, een profeet des Heren. Roept uw veldgoden en uw berggoden aan!
11 Koor

Profeten van Baäl: Baäl, verhoor ons! Keer u tot ons offer. Verhoor ons, machtige god! Zend ons uw vuur en verdelg de vijand!

12 Recitatief en koor



Elia: Roept luider! Want hij is immers God; hij peinst of hij heeft iets te doen, of is op reis, of hij slaapt misschien; wellicht wordt hij wakker! Roept luider!

Profeten van Baäl: Baäl, verhoor ons, ontwaak! Waarom slaapt gij?
13 Recitatief en koor

Elia: Roept luider! Hij hoort u niet! Verwondt u met messen en priemen, zoals uw gewoonte is! Springt om het altaar dat gij gemaakt hebt. Roept en profeteert! Er zal geen stem zijn, geen antwoord, geen opmerken.

Profeten van Baäl: Baäl, geef ons antwoord! Zie, de vijanden bespotten ons.

Elia: Komt hier, heel het volk, kom naar mij toe!
14 Aria

Elia: Heer, God van Abraham, Izaäk en Israël, laat nu bekend worden dat Gij God zijt en ik Uw knecht ben; en dat ik dit alles volgens Uw woord heb gedaan. Verhoor mij, Heer, opdat dit volk zal weten dat U God, de Heer zijt, zodat U hun harten bekeert!
15 Kwartet

Werp uw zorgen op de Heer; hij zal u beschermen en de rechtvaardige niet eeuwig in onrust laten. Want zijn genade reikt tot in de hemel en die Hem verwachten, worden niet beschaamd.



16 Recitatief met koor

Elia: U, die dienaren maakt tot geesten en Uw engelen tot vlammen – zend ze naar beneden!

Het volk: Het vuur viel uit de hemel! De vlam verteerde het offer! Werpt u op uw aangezicht ter aarde! De Heer is God. De Heer, onze God, is de enige Heer en er zijn geen andere goden naast hem.

Elia: Grijpt de profeten van Baäl, laat geen van hen ontkomen. Voert ze naar beneden bij de beek en slacht ze daar!

Het volk: Grijp de profeten van Baäl, laat geen van hen ontkomen!
17 Aria

Elia: Is het woord des Heren niet als een vuur en als een hamer, die rotsen verbrijzelt? Zijn woord is als een vuur en als een hamer die rotsen verbrijzelt. God is een rechtvaardige Rechter en een God die dagelijks dreigt: zo men zich niet bekeert, heeft Hij Zijn zwaard gewet en Zijn boog gespannen en legt aan!
18 Arioso

Alt: Wee hen, dat zij van Mij weggaan! Zij moeten verdelgd worden, want zij zijn afvallig van Mij geworden. Ik zou ze wel willen verlossen, indien zij geen leugens tegen Mij spraken. Ik zou ze wel willen verlossen, maar ze horen het niet. Wee hen!
19 Recitatief met koor

Obadja: Help uw volk, o man Gods! Er is immers onder de afgoden van de heidenen niemand die regen zou kunnen geven; zo kan de hemel ook geen regen geven; want God alleen kan dat doen.
Elia: O, Heer, Gij hebt nu Uw vijanden verworpen en verslagen! Zie nu vanuit de hemel op ons neer en lenig de nood van Uw volk. Open de hemel en daal neder. Help Uw knecht, o mijn God!

Het volk: Open de hemel en daal neder. Help Uw knecht, o mijn God!

Elia: Ga naar boven, jongen en zie uit naar de zee, of de Heer mijn gebed verhoort.

De jongen: Ik zie niets; de hemel is staalblauw boven mijn hoofd.

Elia: Als de hemel gesloten wordt, omdat zij tegen u gezondigd hebben en zij zullen bidden en Uw naam erkennen en zich van hun zonden bekeren: wil hen dan genadig zijn. Help Uw knecht, o mijn God!

Het volk: Wil ons dan genadig zijn. Help Uw knecht, o mijn God!

Elia: Ga weer heen en kijk naar de zee.

De jongen: Ik zie niets; de aarde is hard als ijzer onder mij.

Elia: Ruist het niet, alsof het zou gaan regenen? Zie je nog niets van de zeekant?

De jongen: Ik zie niets!

Elia: Wend U tot het gebed van Uw knecht, tot zijn smeken, o Heer, mijn God! Als ik U aanroep, Heer, mijn Toeverlaat, zwijg dan niet. Gedenk, Heer, Uw barmhartigheid!

De jongen: Er komt en wolkje uit de zee op, zo groot als de hand van een man; de hemel wordt zwart van wolken en wind; het ruist al sterker en sterker!

Het volk: Dank de Heer, want Hij is goed!
Elia: Dankt de Heer, want Hij is goed, en Zijn goedheid duurt tot in eeuwigheid.
20 Koor

Het volk: Dank U, o God Die het dorstige land te drinken geeft! De stromen rijzen, zij beginnen te bruisen, de golven zijn groot en razen geweldig. Maar groter nog is de Heer in de hemel.

Tweede deel


21 Aria

Sopraan: Luister, Israël, naar het woord van de Heer! Ach, onderhield u Zijn geboden maar! Wie echter gelooft onze prediking en aan wie wordt de kracht van de Heer geopenbaard? Zo spreekt de Heer, de Verlosser van Israël, zijn Heilige, tot de knecht, die onderdanig is aan de tiran: Ik ben uw Trooster! Vlucht niet, want Ik ben Uw God! Ik sterk u. Wie bent u toch, dat u angst voor mensen hebt, die immers sterfelijk zijn – en de Heer vergeet, die u geschapen heeft, die de hemel uitspant en de aarde grondvest? Wie bent u toch?

22 Koor


Vreest niet, spreekt onze God; Ik ben met u. Ik help u; want Ik ben de Heer uw God, die tot u spreekt: Vreest niet! Of duizenden aan uw linkerzijde en tienduizenden aan uw rechterzijde vallen, het zal u niet treffen.

23 Recitatief met koor



Elia: De Heer heeft u uit het volk verkoren en u tot Koning over Israël gestetld. Maar Gij, Achab, hebt onrecht gedaan, meer dan allen die vóór u geweest zijn. Het was u niet genoeg in de zonde van Jerobeam te leven en een bos aan Baäl te wijden, om de Heer, de God van Israël, te vertoornen. Gij hebt u schuldig gemaakt aan doodslag en genomen wat aan uw naaste toebehoorde. En de Heer zal Israël slaan, zoals een riet in het water heen en weer bewogen wordt en zal Israël aan zijn lot overlaten vanwege uw zonden.

De koningin: Hebt u gehoord, hoe hij tegen het volk geprofeteerd heeft?

Het volk: Wij hebben het gehoord!

De koningin: Hoe hij tegen de koning van Israël geprofeteerd heeft?

Het volk: Wij hebben het gehoord!

De koningin: Waarom mag hij profeteren in de Naam des Heren? Wat zou Israël voor een koninkrijk zijn, als Elia meer macht dan de koning had? De goden mogen mij doen wat ze willen, als ik niet morgen tegen deze tijd zijn ziel aandoe, als hij aandeed aan de ziel van één van hen die hij aan de beek Kison geofferd heeft. Hij heeft de profeten van Baäl gedood. Hij heeft ze met het zwaard omgebracht. Hij heeft de hemel gesloten. Hij heeft de hongersnood over ons gebracht. Gaat dus heen en grijpt Elia; hij is des doods schuldig! Doodt hem. Laten we hem vergelden wat hij gedaan heeft.

Het volk: Hij moet sterven. Hij heeft ze omgebracht. Hij heeft de hemel gesloten. Hij heeft de hongersnood over ons gebracht.
24 Koor

Het volk: Wee hem, hij moet sterven! Waarom mag hij de hemel sluiten? Waarom mag hij profeteren in de Naam des Heren? Deze is des doods schuldig! Want hij heeft geprofeteerd tegen deze stad zoals we met eigen oren hebben gehoord. Gaat dus heen, grijpt hem, doodt hem!

25 Recitatief



Obadja: Gij man Gods, luister naar mijn woord. De koningin spreekt als volgt: Elia is des doods schuldig. En zij verenigien zich tegen u, zij spannen netten op uw weg en zij trekken erop uit om u te vangen en te doden. Maak u dus gereed en ga weg, bij hen vandaan. Ga naar de woestijn. De Heer, uw God, zal met u gaan. Zijn hand zal op u rusten en Hij zal u niet verlaten. Ga en zegen ons ook.

Elia: Zij willen zich niet bekeren! Blijf hier, jongen; God zal met je zijn! Ik ga weg naar de woestijn.
26 Aria

Elia: Het is genoeg! Neem nu mijn ziel tot U, Heer. Ik ben niet beter dan mijn vaderen. Ik wil niet langer leven, want mijn leven is tevergeefs geweest. Ik heb gezwoegd voor de Heer, de God der heerscharen, want de kinderen van Israël hebben Uw verbond verlaten, uw altaren hebben zij verwoest en Uw profeten met het zward gedood. En ik alleen ben overgebleven en zij zijn van plan mij van het leven te beroven! Het is genoeg! Neem nu mijn ziel tot U, Heer. Ik ben niet beter dan mijn vaderen. Heer, neem nu mijn ziel tot U!
27 Recitatief

Tenor: Kijk, hij slaapt onder de jeneverboom in de woestijn, maar de engelen van de Heer verzamelen zich om hen die Hem vrezen.
28 Trio

Drie engelen: Het uw ogen op naar de bergen, vanwaar hulp tot u komt. Uw hulp komtvan de Heer, die hemel en aarde geschapen heeft. Hij zal uw voet niet laten wankelen en Hij die u beschermt slaapt niet.
29 Koor

Zie, de beschermer van Israël, slaapt of sluimert niet. Als gij in angst leeft, dan sterkt Hij u.

30 Recitatief

Een engel: Sta op, Elia, want u hebt een lange weg voor u. Veertig dagen en veertig nachten moet gij gaan tot aan de berg Gods, Horeb.

Elia: O Heer, ik werk tevergeefs en verspil mijn kracht zonder resultaat. O, ik wilde dat U de hemel opende en neerdaalde. Dat de bergen voor U zouden ineenstortten, dat Uw vijanden voor U zouden beven door de wonderen die u doet! Waarom laat U hen van Uw wegen afdwalen en hun hart verharden, zodat zij u niet vrezen? Ach, laat mijn ziel sterven!

31 Aria


Een engel: Zeg niets tegen de Heer en wacht op Hem. Hij zal u geven wat uw hart wil. Beveel uw wegen bij Hem aan en vertrouw op Hem. Laat uw woede bekoelen en zie af van uw toorn.
32 Koor

Wie tot het einde volhardt, zal zalig worden.


33 Recitatief

Elia: Heer, het wordt nacht om mij heen; wees Gij niet ver van mij! Verberg Uw gezicht niet voor mij. Mijn ziel dorst naar U, als een dor land.

De engel: Wel dan, ga heen en treed op de berg voor het gezicht des Heren, want Zijn heerlijkheid zal u overstralen. Verberg uw gezicht, want de Here nadert.
34 Koor

De Heer ging voorbij, en een sterke wind, die de bergen in stukken scheurde en de rotsen verbrijzelde, ging voor de Heer uit, maar de Heer was niet in de stormwind. De Heer ging voorbij en de aarde begon te sidderen en de zee te bruisen, maar de Heer was niet in de aardbeving. En na de aardbeving kwam er een vuur, maar de Heer was niet in het vuur. En na het vuur kwam er een stil, zacht suizen. En in het gesuizel naderde de Heer.


35 Recitatief en koor

Alt: Serafijnen omringden Hem en de één riep tot de ander:

Kwartet met koor: Heilig, heilig, heilig is God de Heer, de Heer der heerscharen. Alle landen zijn van zijn glorie vervuld.
36 Koor en recitatief

Ga weer naar beneden! Er zijn er nog zevenduizend overgebleven in Israël, die zich niet voor Baäl gebogen hebben. Handel naar Gods Woord.



Elia: Ik ga naar beneden in de kracht van de Heer. Gij zijt waarlijk God! Ik moet om uwentwil lijden; daarom verheugt zich mijn hart en ik ben vrolijk; ook mijn lichaam zal verzekerd zijn.
37 Arioso

Elia: Ja, bergen mogen van plaats veranderen en heuvels ineenvallen, maar Uw genade zal mij niet verlaten en het verbond van Uw vrede zal niet verbroken worden.
38 Koor

En de profeet Elia kwam aan als een vuur en zijn woord brandde als een fakkel. Hij heeft trotse koningen ten val gebracht. Hij heeft op de berg Sinaï de toekomstige straf gehoord en op Horeb de wraak. En toen de Heer hem naar de hemel wilde brengen, zie, toen kwam een vurige wagen met vurige paarden en hij reed tijdens een onweer naar de hemel.


39 Aria

Tenor: Dan zullen de rechtvaardigen schitteren als de zon in het rijk van hun Vader. Innige blijdschap en vreugde zal hun deel worden en droefheid en smart zullen van hen weg vluchten.
40 Recitatief

Sopraan: Daarom werd de profeet Elia gezonden voordat de grote en verschrikkelijke dag des Heren aanbreekt: hij zal het hart van de vaders bekeren tot de kinderen en het hart van de kinderen tot hun vaders; opdat de Heer niet komt en het aardrijk met de ban slaat.
41 Koor

Maar Eén ontwaakt er te middernacht en Hij komt van de opgang der zon. Hij zal de Naam van de Heer verkondigen en boven de aanzienlijken staan; het is Zijn knecht, Zijn uitverkorene, waarin Zijn ziel welbehagen schept. Op Hem zal de geest des Heren rusten, de geest van wijsheid en verstand, de geest van raad en kracht, de geest van erkenning en vreze des Heren. Maar Eén ontwaakt er te middernacht en Hij komt van de opgang der zon.


Kwartet: Wel, gij allen, die dorstig zijt, komt tot het water, komt tot Hem! Wel, gij allen, die dorstig zijt, komt tot Hem en luistert, komt tot Hem, opdat uw ziel zal leven.

42 Slotkoor



Dan zal uw licht aanbreken als het morgenrood en uw genezing zal snel toenemen en God zal u opnemen in Zijn heerlijkheid.
Heer onze Heerser, hoe heerlijk is Uw Naam in alle landen, waar men U in de hemel dankt! Amen!




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